
Die Region Schorfheide
Die Schorfheide ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands und liegt rund 65 km nordöstlich von Berlin.
Die Landschaft wurde durch die letzte Eiszeit geschaffen und ist geprägt durch den stetigen Wechsel zwischen unterschiedlich ausgeformten Waldgebieten, weitläufigen Offenlandschaften (Heide) und den vielen kleinen und großen Seen (Werbellinsee, Grimnitzsee uvm.).
Der Name Schorfheide entstand im Mittelalter aus Schorp Weide, als die Bauern ihre Schafe in den (damaligen) Eichenwald (Hutewald) trieben, um sie mit den nahrhaften Eicheln zu mästen. Später wurde ein Großteil der Eichen für die Produktion von Geschützlafetten abgeholzt, der Wald wurde jedoch immer wieder aufgeforstet. Reste von Hutewald sind auch heute noch in der Schorfheide zu finden.
Der Begriff Schorfheide ist allerdings nur ein Sammelbegriff für ein größeres Waldgebiet. Im Einzelnen gliedert sich der Wald in kleinere Abschnitte wie die Innere Schorfheide, Eichheide und Üderheide.
Die Schorfheide ist heute Teil des Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, das einen wesentlich größeren Teil der Landschaft zwischen Barnim und Uckermark mit einschließt. Zum Biosphärenreservat gehören mehrere Totalreservate, in denen das Betreten komplett verboten ist. Die Totalreservate sollen einer ursprünglichen „wilden“ Entwicklung der Landschaft dienen. Insgesamt beträgt die Waldfläche etwa 64.580 Hektar.
Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin wurde 1990 noch als Teil des Nationalparkprogramms der Regierung Lothar de Maizière gegründet.
Als „Tor zur Schorfheide“ wird die Ortschaft Groß Schönebeck bezeichnet, die heute zur Gemeinde Schorfheide gehört. Weitere größere Orte am Rand der Schorfheide sind Joachimsthal, Templin und Zehdenick.
Quelle: 02/2009 Wikipedia | Foto: © Ralf Roletschek (GNU Lizenz)






